Darstellung des menschlichen Darms mit Hinweis auf Chromatest und SIBO.

Dünndarmtest 
(Chromatest)

Der Chromatest bestimmt mithilfe der Gas-Chromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS) den Zustand der Dünndarm-Mikrobiota. Diese Methode gilt als Goldstandard zur Bestimmung von Mikroben. Mithilfe der Fettsäurestrukturen und Fettsäure-Metaboliten der Zellmembranen von 58 verschiedenen Mikroben kann die Mikrobiota des Dünndarms mit der Chromatest-GC-MS-Methode schnell und qualitativ beurteilt werden.

Dies ermöglicht präzise Rückschlüsse auf das Gleichgewicht bzw. eine Dysbalance der mikrobiellen Lebensgemeinschaft im Dünndarm.

Warum Dünndarm- und nicht Dickdarm-/Stuhl-Untersuchung?

Mit einer Länge von etwa 6,5 Metern ist der Dünndarm der größte und wichtigste Teil des gesamten Darms. Zum Vergleich: Der Dickdarm ist nur etwa 1,5 Meter lang.

Er ist der Hauptort, an dem lebenswichtige Stoffe aus verzehrten Lebensmitteln verwertet werden. Zudem werden im Dünndarm zahlreiche lebenswichtige Substanzen selbst gebildet. Diese Aufgaben übernehmen Mikroorganismen (Mikrobiota), die in Symbiose mit dem Dünndarm leben.

Im Dickdarm findet über die Fäkal-Mikrobiota die Endverdauung bzw. -verwertung statt. Dabei werden keine lebenswichtigen Substanzen mehr produziert oder aus Nahrungsmitteln verwertet.

Der Chromatest liefert präzise Informationen über die Anzahl, Aktivität und Auswirkungen der im Dünndarm vorhandenen Mikroben.

Eine gesunde Dünndarm-Mikrobiota bildet zahlreiche Substanzen endogen, darunter Vitamine, Aminosäuren, Neurotransmitter, Hormone, Antibiotika, kurzkettige Fettsäuren, Signalmoleküle und genetische Informationen. Diese Substanzen sind für die Versorgung des gesamten Organismus von zentraler Bedeutung. Aus den Ergebnissen des CHROMATEST lässt sich ableiten, was nötig ist, um diese Homöostase bei Patienten wiederherzustellen.

Mithilfe des Chromatests kann die Funktionsfähigkeit sowie die Homöostase oder Dysbalance der mikrobiellen Lebensgemeinschaft im Dünndarm präzise diagnostiziert werden. Dadurch ist eine genauere Diagnose möglich, die eine gezieltere Therapie erlaubt. Der Chromatest liefert folgende diagnostische Hinweise:

  • Vorliegen einer SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth, Dünndarm-Über-/Fehlbesiedlung).
  • Vorliegen einer SIFO (Small Intestinal Fungal Overgrowth, Dünndarm-Pilz-Überbesiedlung).
  • Vorliegen einer Mangel-Dysbiose
  • Zustand der den Gesamtorganismus schützenden Leitkeimflora (Normobiota) aus Bifidusbakterien, Laktobazillen, Propionibakterien und Eubakterien.
  • Pilzbelastung
  • Virenbelastung
  • Endotoxin-Belastung
  • Phospholipid-Zustand (Fettsäuren der Zellmembranen)
  • Phospholipide sind die wichtigsten Strukturbausteine der Zellmembranen (Herz, Hirn, Leber, Nieren, Myelinscheiden etc.).
  • Hinweise auf eine Parasitose.
  • Hinweis auf Histaminase-Kapazität (Fähigkeit, Histamin abzubauen)
  • Hinweis auf das Leaky-Gut-Syndrom des Dünndarms (erhöhte Durchlässigkeit des Dünndarms)
  • Zustand der Gallenfunktion
  • Und vieles mehr ...

Wird der Chromatest wie ein Stuhltest durchgeführt?

Beim Chromatest handelt es sich um einen sogenannten Trockenblut-Test. Dafür werden einige Tropfen Kapillarblut aus der Fingerbeere oder dem Ohrläppchen entnommen und auf den Trockenblut-Streifen des Testkits aufgetragen. Nachdem der Streifen vollständig getrocknet ist, wird die Probe zur Analyse ins Labor geschickt.

Die Ergebnisse liegen nach etwa zwei bis drei Wochen vor.

Der Chromatest ist in meiner Heilpraxis verfügbar und wird von mir durchgeführt.

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